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Erfahrungsbericht

 
 

 

Stadtbesichtigung im Laufschritt

Katrin Link startete in Paris  -  Erste weibliche Marathonläuferin des TuS Hipstedt

 

Katrin Link vom TuS Hipstedt feierte am 07.04.2013 in Paris ihre Marathonpremiere. Sie ist damit die erste Läuferin des TuS Hipstedt, die sich an die 42,195 km lange Strecke nicht nur heranwagte, sondern sie auch bewältigte.

Monate lang hatte sich die 26jährige Studentin intensiv auf dieses sportliche Highlight vorbereitet und eisern ihr Trainingspensum absolviert. Je näher die Stunde der Wahrheit rückte desto mehr wuchs die Anspannung; es fehlte ja jegliche echte Marathonerfahrung. Spätestens einen Tag vor dem Lauf musste sie die Startunterlagen bei der dreitägigen Laufmesse „Runner´s World“ in den Pariser Messehallen, einem Riesen-Event, abholen. Als Besonderheit wird in Paris auch eine aktuelle ärztliche Sporttauglichkeitsbescheinigung gefordert. Der 37. Pariser Marathon startete am Sonntag um 08.45 Uhr auf dem Prachtbouleward Champs-Eliysees. 50000 gemeldeten Teilnehmer, von denen später 38690 das Ziel erreichen sollten, hatten für einen neuen Teilnehmerrekord gesorgt. 128 Nationen aus der ganzen Welt waren vertreten. Läufer, so weit das Auge reichte. Paris ist nach London und Berlin die drittgrößte Marathonveranstaltung Europas. Die Startpositionen wurden in etwa nach dem mit der Anmeldung abgegebenem selbst eingeschätzten Laufzeitniveau zugeteilt; die schnellsten nach vorne, die Hobbyläufer nach hinten. Es dauerte etwa 45 Minuten, bis alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Start-Lichtschranke durchquert hatten. Die genaue elektronische Zeit-Erfassung erfolgte über einen Chip, der in der Startnummer eingearbeitet war. Die junge Hipstedterin hatte sich zusammen mit einer Kölner Trainingspartnerin bei den Vier-Stunden-Läufern eingereiht, in der Hoffnung, unter 4:30 Stunden zu bleiben. Oberstes Ziel war jedoch, überhaupt durchzuhalten. Die schöne Laufstrecke führte die Sportlerinnen und Sportler an den zahlreichen Pariser Sehenswürdigkeiten vorbei , wie Place de la Concorde, Louvre-Museum, Place de la Bastille, Kathedrale von Notre-Dame, Eiffelturm, entlang dem Seineufer und der Bois de Boulogne, der grünen Lunge mitten in Paris. Schließlich kam man zum Zielpunkt  – auf die Avenue Foch zum Arc de Triomphe. Der Paris-Marathon ist also eine echte Stadtbesichtigung im Laufschritt. Entlang der Strecke befanden sich alle fünf Kilometer Versorgungsstellen mit Bananen, Wasser und Power-Gels. Die Strecke war gesäumt von geschätzt einer Million Menschen, die für eine unglaubliche Stimmung sorgten und die Teilnehmer immer wieder anfeuerten und unterstützten. Für Katrin Link lief es verhältnismäßig rund. Sie hielt die gut 42 km problemlos durch, obwohl die letzen etwa zehn km doch schon an die Substanz gingen. Im Ziel stand letztlich eine Zeit von 3:57,53 Std. Sie hatte ihre selbst gesteckte Vorgabe damit deutlich unterboten. In der Gesamtwertung aller Teilnehmer erreichte sie Rang 19937, hatte also etwa 30000 Läuferinnen und Läufer hinter sich gelassen; in der Kategorie „Senior, Women“ wurde sie auf Rang 782 eingereiht.  Vorne, bei den Profis, wurden natürlich andere „Hausnummern“ präsentiert. Bei den Männern siegte Peter Some aus Kenia in 2:05,38 Std., Rang sechs der diesjährigen Welt-Bestenliste. Er verbesserte damit seine eigene Bestleistung um ca. drei Minuten und strich für diese Leistung den Siegerscheck von 50.000,00 € ein. Bei den Frauen siegte Boru-Feyse Tadese aus Äthiopien in 2:21,05 Std.

 

 

Der Start, Läufer, so weit das Auge reicht

 

 

Katrin Link im Ziel, erschöpft, total kaputt, aber unglaublich glücklich und zufrieden


Aufgestellt:  Helmut Link